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Das Land
Die Insel Hispaniola ("Isla Española") war
die erste Kolonie, die von Spanien in der Neuen Welt gegründet
wurde. Sie diente den Spaniern als logistischer Stützpunkt
für die Eroberung eines großen Teils der westlichen
Hemisphäre. Christoph Kolumbus entdeckte die Insel im
Jahr 1492 gegen Ende seiner ersten Reise, auf der er eine
Westpassage nach Indien suchte.
Die Dominikanische Republik ist ein fruchtbares und gebirgiges Land, das mehr als die Hälfte der Insel Hispaniola, der zweigrößten Karibikinsel, einnimmt. Etwa 80% des Landes ist von Gebirgszügen geprägt, die sich in nordwestliche und südöstliche Richtung erstrecken. Der Pico Duarte ist mit 3175 Metern der höchste Berg in den Westindischen Inseln. Zwischen der Gebirgskette im Landesinneren (Cordillera Central) und der nördlichen Gebirgskette (Cordillera Septentrional) befindet sich das Cibao-Tal, eine der fruchtbarsten und wasserreichsten Regionen des Landes.
Das größte Binnengewässer des Landes ist mit einer Länge von 43 Kilometern der Salzsee Lago Enriquillo, der sich im Südwesten des Landes befindet. Der Küstenbereich der Dominikanischen Republik ist insgesamt 1633 km lang. Der unregelmäßige Küstenverlauf weist viele Buchten auf, die natürliche Häfen bilden. Am bekanntesten sind sicherlich die Calderas-Bucht im Süden und die Samaná-Bucht im Nordosten des Landes.
Die offizielle Landessprache ist Spanisch. In touristisch erschlossenen Landesteilen wird jedoch auch Englisch gesprochen.
Die Dominikanische Republik ist in 29 Provinzen unterteilt. Alle vier Jahre wird in demokratischen Wahlen eine neue Regierung bestimmt.
Die Hauptstadt Santo Domingo, auch die "Wiege Amerikas" genannt, war die erste Hauptstadt in der Neuen Welt. Santo Domingo hatte das erste spanische Münzsystem, die erste Universität, die erste Kathedrale, die erste Festung, das erste Krankenhaus und den ersten Palast in der Neuen Welt. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1502 von dem Kolonialgouverneur Nicolás de Ovando. In der Gegenwart ist Santo Domingo nach Havanna mit über 2,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt in der Karibik und das Finanz-, Wirtschafts- und Handelszentrum des Landes. Obgleich die Metropole durch ein hektisches Treiben gekennzeichnet ist, besitzt Santo Domingo auch ruhige, angenehme Stadtteile, wie etwa die Altstadt, in der sich die meisten kolonialen Bauten befinden. Historisch interessierte Besucher der Hauptstadt sollten sich die Kolumbus-Festung (Alcazar de Colón), eine Anfang des 16. Jahrhunderts für Kolumbus' Sohn Diego erbaute Burg, nicht entgehen lassen. Empfehlenswert sind auch die Casa del Cordón (das älteste noch erhaltene Steinhaus in der westlichen Hemisphäre), die Catedral Menor de Santa Maria (die erste Kathedrale auf dem amerikanischen Kontinent) und der Kolumbus-Leuchtturm, ein modernes Gebäude, das zur Feier des 500. Jahrestages der Entdeckung der Neuen Welt errichtet wurde und einen Sarkophag beherbergt, in dem sich die sterblichen Überreste von Kolumbus befinden sollen. 
Geschichtstabelle
| + / - 0 |
Taino-Indianer |
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| 1492 |
Entdeckung der Insel durch Christoph Kolumbus |
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| 1496 |
Gründung von Santo Domingo |
| 1585 |
Plünderung von Santo Domingo durch Francis Drake |
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| 1641 |
Die spanische Galeone Nuestra Señora de la Pura y Limpia Concepción sinkt - beladen mit 32 Tonnen Silber - vor der dominikanischen Nordküste. |
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| 1697 |
Teilung der Insel in einen französischen und einen spanischen Teil (Vertrag von Rijswijk) |
1724 1782 |
Die Schiffe Nuestra Señora de Guadalupe, Conde de Tolosa und Scipión sinken in der Bucht von Samaná |
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| 1821 |
Loslösung vom spanischen Mutterland |
| 1822 |
Besetzung durch Haiti |
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| 1844 |
Unabhängigkeit |
 |
1861 - 1865 |
Erneut spanische Kolonie |
| 1870 |
US-Senat verweigert Zustimmung zu vorgesehener Annexion des Landes durch die USA |
1905 - 1947 |
USA übernehmen die Kontrolle über die dominikanische Zollverwaltung |
1916 - 1924 |
Militärische Besetzung durch die USA |
1930 - 1961 |
Diktator Trujillo |
 |
20.12. 1961 |
Erste freie Wahlen seit 1924 |
27.02. 1963 |
Amtsantritt von Präsident Juan Bosch |
 |
25.09. 1963 |
Militärputsch gegen Juan Bosch |
April 1965 |
Bürgerkrieg zwischen Anhängern von Juan Bosch und der Rechten; militärische Intervention der USA |
1966 - 1978 |
Dr. Joaquín Balaguer - Präsident |
1978 - 1982 |
Antonio Guzmán - Präsident |
04.07. - 16.08. 1982 |
Jacobo Majluta - Präsident |
1982 - 1986 |
Dr. Salvador Jorge Blanco - Präsident |
1986 - 1996 |
Dr. Joaquín Balaguer - Präsident |
1996 - 2000 |
Dr. Leonel Fernández Reyna - Präsident |
16.05. 2000 |
Präsidentschaftswahlen Hipolito Mejía, seit 16.08.2000 |
Einreise Alle Besucher des Landes benötigen einen gültigen Reisepass. Besucher aus den USA und Europa benötigen kein Einreisevisum. Die für 90 Tage gültige Touristenkarte kann am Flughafen für 10 US-Dollar erworben werden. Bei Abreise aus dem Land wird eine Ausreisesteuer in Höhe von 20 US-Dollar erhoben.
Gesundheit / Impfungen Pflichtimpfungen sind zur Einreise nicht vorgeschrieben. Folgende Impfungen werden jedoch empfohlen: Tetanus, Polio und DTP sowie vorbeugend Hepatitis. Eine Malariaprophylaxe ist nicht erforderlich. In Tourismusgebieten besteht keine Malariagefahr, lediglich im Grenzgebiet zu Haiti besteht eine allerdings nur niedrige Malariagefahr. Das Trinken von Leitungswasser wird nicht empfohlen, ebenso wie der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Leitungswasser gewaschen wurden.
Klima Die Dominikanische Republik besitzt ein halbtropisches Klima. Die vorherrschenden Ostwinde sorgen für ein mildes Klima. Im Tiefland herrschen während des gesamten Jahres Temperaturen von über 23ºC vor. In den Sommermonaten liegen die Temperaturen im Tiefland zwischen 28 und 35ºC. Im Hochland herrscht ein deutlich kühleres Klima vor. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 1525 mm, in den Gebirgsregionen regnet es jedoch deutlich mehr.
Zeitunterschied
GMT minus vier Stunden; keine Umstellung auf Sommerzeit.
Gewichte und Maßeinheiten Es werden das metrische Maßsystem sowie einzelne US-Maßeinheiten verwendet.
Zusätzliche Kosten Im Vergleich zu anderen Karibikinseln ist das Preisniveau in der Dominikanischen Republik relativ niedrig. Natürlich variieren die Preise entsprechend des jeweils geltenden Umtauschkurses. Ein Glas Bier kostet zwischen 1 und 3 Dollar, ein Erfrischungsgetränk zwischen 0,75 und 2 Dollar, und ein Cocktail 2,50 bis 5 Dollar. Ein Fischgericht kostet 10 bis 15 Dollar, und Ziegenfleisch mit Tomaten - eine dominikanische Spezialität - kann man schon für 3 bis 6 Dollar bekommen. Ein Windsurfbrett kann man für täglich 15 Dollar ausleihen und eine Tauchtour kostet etwa 50 Dollar. Mietwagen kosten ca. 40 Dollar pro Tag. Es wird empfohlen, Autos nur inklusive einer umfassenden Versicherung zu mieten. Nachtfahrten können gefährlich sein, da viele Fahrzeuge nur eine spärliche Beleuchtung haben und auf der Insel ein für Europäer ungewohntes Fahrverhalten vorherrscht. Besonders muss auf Fußgänger und Tiere auf der Fahrbahn geachtet werden.
Trinkgeld: 1 Dollar pro Gepäckstück für den Gepäckträger und 1 Dollar pro Tag für das Zimmermädchen. In Restaurants gibt man in der Regel ein Trinkgeld von 5 bis 10 Prozent der Rechnung.
Transport
Mietautos: Die wichtigsten internationalen Autoverleihfirmen
(z.B. Avis, Hertz, Budget, Enterprise usw.) bieten Fahrzeuge
an, die meist etwas billiger sind als in den USA und Europa.
Einheimische Verleihfirmen bieten auch Sonderangebote für
Jeeps und Motorräder.
Bequeme Busse mit Klimaanlage verkehren zwischen allen
größeren Städten. Für Busfahrten wird
warme Kleidung empfohlen, da die Temperatur in den Bussen
mit A/C häufig sehr niedrig ist. Die Busfahrten sind
sehr preisgünstig: Die Fahrt von Santo Domingo nach Sosúa
(3-4 Stunden) kostet etwa 10 Dollar.
Kleinbusse ("Guaguas") werden für den
Nahverkehr verwendet. Sie sind meistens überfüllt,
sind jedoch sehr billig und halten auf Wunsch überall
an. Preis: von Puerto Plata nach Sosúa weniger als
1 Dollar.
In den Städten gibt es auch Sammeltaxis, die sogenannten
Públicos. Diese Taxis werden am Straßenrand
durch Handzeichen angehalten und kosten etwa 7 bis 10 Peso
pro Fahrt. Toursit-Taxis sind deutlich teurer als die
"Públicos". Eine 30-minütige Fahrt vom
Flughafen in das Zentrum von Santo Domingo kostet etwa 25
US-Dollar. Die meisten Taxis haben keinen Taxameter, die Preise
werden jedoch am Taxistand angegeben und können auch
vorab ausgehandelt werden.
In den meisten Städten gibt es auch Motorrad-Taxis, die
sogenannten "Motoconchos". Kurze Fahrten in der
Stadt können um die 10 Peso kosten, nachts wird jedoch
der doppelte Preis verlangt. Bei Fahrten außerhalb der
Stadt sollte der Preis vorab vereinbart werden.
Flüge: Zwischen Santo Domingo, Puerto Plata, Punta
Cana, La Romana, Samaná, Monte Cristi, Santiago und
Barahona verkehren regelmäßig Kleinflugzeuge. Ein
Einfachflug kostet ungefähr 100 Dollar bei Flugzeiten
von 30 bis 60 Minuten. Mit Air Santo Domingo können von
Romana, Punta Cana, Santo Domingo, POP und Santiago aus auch
Flüge zu anderen Karibikinseln unternommen werden.
Souvenirs Aus Bernstein gefertigter Schmuck zählt sicherlich zu den beliebtesten Souvenirs auf der Insel. Auch Schmuck aus Larimar, einem blauen Gestein, das nur in der Dominikanischen Republik vorkommt, erfreut sich großer Beliebtheit unter den Besuchern des Landes. Daneben werden andere Edelsteine, Rum, Musik-CDs und einheimisches Kunsthandwerk als Andenken geschätzt. Und natürlich dürfen der erstklassige dominikanische Kaffee und die handgedrehten Zigarren nicht vergessen werden.
Zu beachten ist jedoch, dass für einzelne Produkte Ausfuhrverbote gelten, darunter Schwarzkoralle, Schildkrötenpanzer, Tigermuscheln und Krokodil-Leder.
Telefon Telefonate vom Hotel aus sind die einfachste, aber auch teuerste Form des Telefonierens. Außerhalb der Hotels gibt es Telefonläden, die günstigere Preise anbieten. Sie befinden sich meist in Einkaufszentren und in der Nähe von Tourismusanlagen.
Stromversorgung 110 Volt, 60 Hz ist Standard im Land. Es werden amerikanische Stecker / Steckdosen verwendet. Besucher aus Europa benötigen für Elektrogeräte mit 220V AC entsprechende Adapter und Stecker. Stromausfälle gehören zum Alltag.
Essen und Getränke Die einheimische Küche ist von afrikanischen, spanischen, indianischen und internationalen Einflüssen geprägt. Reis und schwarze Bohnen bilden die Grundlage für eine Vielzahl einfacher, aber herzhafter und gut gewürzter Gerichte. Ein typisch dominikanisches Gericht ist die "Bandera" (Fahne), die aus Reis, Bohnen und Schmorbraten besteht. Grüner Salat und frittierte Kochbananen werden oft als Beilage verwendet. Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten sind ebenfalls sehr beliebt auf der Inseln. Frischer Hummer, Flusskrebs und Tintenfisch bilden häufig die Grundlage schmackhafter Gerichte. Und natürlich dürfen auch die zahllosen tropischen Früchte nicht auf dem Speiseplan fehlen: Ananas, Mangos, Papayas, Avocados und Kokosnüsse sorgen für eine ausgewogene Ernährung. Urlauber finden in der Dominikanischen Republik einheimische Kost und internationale Gerichte zu erschwinglichen Preisen. In den sogenannten "Comedores", die an vielen Straßenecken und auf Märkten zu finden sind, werden billige dominikanische Gerichte angeboten. Und wer den ultimativen kulinarischen Genuss sucht, kann sich in internationalen Restaurants in den Städten und Tourismusgebieten verwöhnen lassen. Das dominikanische Nationalgetränk ist der Rum, der in einer Vielzahl von Geschmacksrichtungen und Marken angeboten wird. Zu den gängigsten Marken zählen Brugal, Bermúdez und Barceló. Die einheimische Bevölkerung bevorzugt das dunkelbraune Getränk pur mit etwas Eis. Weiße Rumsorten werden hingegen bevorzugt für karibische Cocktails verwendet, wie etwa Piña Colada, Cuba Libre oder Daiquiri. Zu den Spezialitäten unter den Getränken zählt auch der dominikanische Kaffee, der als Espresso oder Cappuccino mit Kokosfleisch serviert wird. Erfrischungsgetränke, wie etwa Limonaden, sind meist sehr süß. Wer keinen Gefallen an süßen Getränken findet, sollte es mit Kokosmilch versuchen, die an vielen Straßenständen angeboten wird.
Sport Der Nationalsport und die große Leidenschaft der Dominikaner ist Baseball bzw. "Beisbol", wie der Sport von Einheimischen auch genannt wird. Überall im Land, selbst in den ärmsten Regionen, findet man ein Baseball-Feld oder -Stadion. In der Gegenwart vertreten viele dominikanische Baseball-Spieler, die aus ärmlichen Verhältnissen stammen, ihr Land in der internationalen Sportarena. Unter ihnen befinden sich so namhafte Spieler wir Sammy Sosa (einer der weltweit besten Home Runner), Pedro Martinez, Alex Rodriguez, Manny Ramirez und viele andere.
Ähnlich wie andere Antillen-Inseln bietet auch die Dominikanische
Republik ideale Voraussetzungen für Freunde von Wassersportarten.
Und wer das blaue Nass nicht so sehr liebt, kann auf Sportarten
wie Golf, Wandern, Reiten und Polo ausweichen. In den meisten
Tourismusgebieten gibt es zahllose Sportmöglichkeiten.
Eine besondere Attraktion für Taucher bietet das küstennahe
Tier- und Pflanzenreich in der Karibik. Und natürlich
ziehen auch die vielen Schiffwracks, die z.T. bereits seit
500 Jahren vor der Küste des Landes liegen, jede Menge
abenteuerlustige Taucher an. Viele der spanischen Schiffe,
die mit Gold und Silber beladen die Heimfahrt nach Europa
antraten, wurden Opfer von Piratenüberfällen oder
heftigen Stürmen. Ihre Wracks und die darin vermuteten
Schätze locken Taucher aus aller Welt. Einige dieser
Schiffe liefen auf Riffs auf und können selbst von Schnorcheltauchern
bewundert werden. Die Unterwasserwelt vor der Küste ist
reichhaltig an Fischarten und Korallenriffs in vielen Farben.
Und auch die Surfer bzw. Windsurfer kommen an den Stränden
der Insel voll auf ihre Kosten. Das an der Nordküste
gelegene Cabarete mit seinen idealen Windbedingungen und Wellen
gilt als internationales Windsurf-Paradies. Anfänger
können in einer der vielen Surf-Schulen diesen Sport
erlernen. In Playa Dorada, Puerto Plata, kann man es auch
mal mit Para-Sailing versuchen. In vielen Küstenorten
werden auch Segelboote und Katamarane vermietet. Golf hat
sich in jüngster Zeit zu einem der beliebtesten Sportarten
auf der Insel entwickelt. Praktisch jedes Tourismusgebiet
verfügt über einen eigenen Golfplatz. Der 18-Loch-Kurs
Playa Grande, von Insidern auch "Pebble Beach of the
Caribbean" genannt, der von Robert Trent Jones entworfene
Golfplatz an der Playa Dorada und der 18-Loch-Kurs (Teeth
of at Dog) im luxuriösen Resort Casa de Campo, in La
Romana (Südosten), zählen weltweit zu den beliebtesten
Golfanlagen.
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